In der Regel wissen wir alle, was uns gut tut. Nur mitten im Stress nicht. Das, was uns gut tut, hilft uns schnell aus dem Stresszustand hinaus.
Was ist naheliegender als eine kleine Erinnerungshilfe für Ihren Arbeitsplatz.
Legen Sie sich eine Wohlfühlbox an. Suchen Sie sich Dinge aus, von denen Sie wissen, das Sie Ihnen gut tun.
In meiner Box befindet sich z. B. ein frischer Duft, ein Foto vom Wald, ein witziger Spruch, ein aufbauendes Zitat und eine Erinnerung an mein regelmäßiges Innehalten.
Ihrem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
Mein Vorschlag: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre ganz eigene Gestaltung.
Und dann fehlt nur noch ein guter Platz für Ihre Wohlfühlbox. An Ihrem Arbeitsplatz.
Stellen Sie sich vor, es gibt Schulen und alle gehen gerne hin.
Wo gehen wir Menschen denn gerne hin? Dort, wo wir uns wohl fühlen.
Lassen Sie mich kurz klären, was hier mit wohlfühlen gemeint ist. Wohlgefühl wird ausgelöst, wenn wir Menschen uns im Miteinander sicher fühlen, oder anders gesagt, wenn wir uns verbunden fühlen.
Wenn wir uns verbunden fühlen, bekommt unser Nervensystem eine ausreichende Zahl von Sicherheitssignalen aus dem Umfeld und von den Menschen mit denen wir gerade zusammen sind und fährt uns in einen beruhigten Zustand. In diesem beruhigten Zustand beginnen wir uns wohl zu fühlen, uns aufgehoben und sicher zu fühlen und dann erst haben wir Kapazitäten zum Lernen und zum Spielen frei.
Lernen, Spielen und auch Gesunden ist uns erst in einem beruhigten Nervensystemzustand möglich. Hierfür brauchen wir eine gute Dosis an Sicherheitssignalen.
In diesem sicheren, verbundenen Zustand, arbeitet unser Gehirn hoch effektiv. Wir haben Zugriff auf alle unsere Ressourcen und Potenziale. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir in Angst oder Stress geraten.
Dort, wo wir zuviel Angst oder Stress erleben, dort gehen wir nicht gerne hin. Wir versuchen solche Situationen zu meiden. Auf Schule bezogen heißt das, wir gehen hin, sind aber nicht da.
Das Gefühl von Verbundenheit ist so etwas, “wie ein Beruhigungsmittel für unser Gehirn” sagt der Autor und Coach S. Purps-Pardigol. Vor allem aber ist Verbundenheit ein neurobiologisches Grundbedürfnis. Wir alle brauchen dieses Gefühl, ob groß oder klein.
Fehlt uns dieses Gefühl werden die Schmerzzentren im Gehirn aktiviert, die für körperliche Schmerzen zuständig sind. Nicht gesehen zu werden, keine Unterstützung zu erfahren, sich durch Kritik und Bewertung ausgegrenzt zu fühlen, schmerzt.
Sicherheit und Verbundenheit können wir über verbale und ganz stark auch über nonverbale Signale vermitteln, wie Blickkontakt, leichte Berührungen und weichen Stimmklang. Verbal vermitteln wir es über die Wahl der Worte. Über Worte, die dem Herzen entspringen, wohlwollend und wertschätzend. Über ressourcenreiche Worte.
Vielleicht merken Sie schon, dass Sie das alles nicht im eigenen Stresszustand leisten können. Deshalb ist die Fähigkeit zur eigenen Selbst- und Stressregulation so eine wichtige. Für mich persönlich ist sie die Königin unter den Qualitäten, wenn wir mit Menschen arbeiten. Das hohe C sozusagen.
Und hier beginnt gesunde Schule. In der Stärkung von Lehrern und Schulleitungen. In der Unterstützung der Pädagogen mit Wissen und mit Haltungen, die Gesundheit, Verbundenheit und Motivation fördern.
Gesunde Schule und fast möchte ich schreiben, kluge Schule setzt bei den Beziehungen an. Gesunde Schule beginnt mit der Art und Weise, wie Beziehungen gelebt und geführt werden, wie das Miteinander gestaltet wird. Auf allen Ebenen, Lehrer – Schüler und Lehrer-Lehrer, ausgehend von der Ebene der Schulleitung.
Studien belegen sehr deutlich den Einfluss von Führungskräften, Schulleitungen eingeschlossen, auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter/Innen als auch auf deren Fehlzeiten. Hier liegt eine große Entwicklungschance.
Viele Schulen beschäftigen sich mit Qualitätsmanagement. Hier sollte es beginnen. Beziehungsqualitäten, wie Wertschätzung, Wohlwollen und Achtsamkeit im Miteinander machen gute, gesunde Atmosphäre. Und Atmosphäre lässt sich spüren, meistens schon direkt an der Eingangstür.
In meinen Fortbildungen zum Thema “Gesunde Führung” orientiere ich mich an dem “Gesund Führen Konzept” von Dr. Anne Katrin Matyssek. Zusätzliche Erweiterung erfährt das Konzept durch meine Vorliebe zur Polyvagal Theorie nach St. Porges, in dem es ganz kurz gesagt, um das Erkennen von Gefahrensignalen und die Vermittlung von Sicherheitssignalen im Alltag geht.
Gesund Führen meint: „Dafür sorgen, dass sich alle – die Führungskraft inbegriffen – am Arbeitsplatz wohler fühlen; primärer Ansatzpunkt ist das zwischenmenschliche Wohlbefinden.“ Dr. Anne Katrin Matyssek
Zwischenmenschliches Wohlbefinden können wir gestalten lernen. Wir machen über die Art und Weise unserer Beziehungsgestaltung Physiologie. Gelingende und eben auch kränkende Beziehungsmomente zeigen Auswirkungen auf unser Immunsystem.
Beziehungsqualitäten sind wesentlich für ein gelingendes Miteinander und für unsere Gesundheit.
Das Konzept “Gesund Führen”, so wie ich es anbiete, stärkt als erstes die Schulleitung und vermittelt Unterstützung, Wertschätzung und vor allem Sicherheit. Mein Konzept “Gesund Führen” biete ich in Fortbildungsform und als Coaching, mit dem Schwerpunkt “gesunde Selbstführung” an.
https://alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2019/10/chalkboard-1264200_1920.jpg14631920Lydia Arndthttps://www.alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2024/01/Lydiaarndt_logo_klein_OU-300x266.jpgLydia Arndt2019-10-06 11:20:042019-10-06 16:18:14Gesunde Schule
Schon bei der Auswahl meines Bildes habe ich gemerkt, wie schnell unser Geist beginnt Geschichten zu entwickeln. Ein Sonnenuntergang z. b., und schon geht es los mit den Erinnerungen, mit den Bildern, mit den Geschichten, die in unserem Kopf dazu entstehen.
Das Foto, das mich zu diesem Artikel angesprochen hat zeigt wenig. Es gibt uns wenig Anregungen. Weder von der Farbe, noch vom Ort her. Es könnte überall sein.
Und auch Stille findet sich überall. Sie wird leider häufig übertönt. Wenn wir uns Zeit nehmen und auf die Suche gehen, bemerken wir sie wieder.
Lassen Sie Ihren Blick mal streifen, Ihre Ohren lauschen oder wenden Sie sich den Stillezeiten mitten im Gespräch zu.
Eine schöne Anregung ist es, einen eigenen, unberührbaren Ort der Stille in sich selbst zu entwickeln. Den wir aufsuchen können, wenn es draußen zu laut wird. Wenn wir Sammlung und Erholung, sprich nur uns brauchen.
Ein spannendes Projekt.
Wo lässt sie sich finden, die Stille. Und wo können wir ihr mitten im Alltag auch Raum und Aufmerksamkeit bieten.
Und wofür könnten Stilleräume in uns selbst und auch in alltäglichen Einrichtungen hilfreich sein?
Es gibt sie die Räume, in denen wir Kaffee trinken, einen kurzen Snack zu uns nehmen. Überall, in allen Einrichtungen. Das nährt uns, das empfinden wir als erholsam, halten es für wichtig.
Stille nährt uns auch. Auf ihre ganz eigene leise Art und Weise.
Und manche von uns brauchen die Nahrung der Stille ebenso dringend, wie den Kaffee zwischendurch. Schaffen wir Räume.
Für mehr lebendige Stille, mitten im lauten Alltag.
so heisst das Buch des Psychoneuroimmunologen Christian Schubert. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist eine Teildisziplin der Psychosomatik.
In der PNI geht man davon aus, dass die Psyche, das Gehirn und unser Immunsystem eng miteinander verknüpft sind. Sie sprechen sozusagen eine gemeinsame Sprache und verfolgen ein Ziel. Das Ziel ist die Gesunderhaltung unseres Körpers.
Mit Hilfe der Untersuchungen der PNI zeigt sich immer mehr, wie bedeutsam der Einfluss unserer Psyche auf das Immunsystem ist. Es zeigt, wie wesentlich soziale Aspekte des Lebens für unsere Gesundheit sind.
In Studien, die Schubert mit seinem Team durchführte, zeigte sich, dass jede Art von Stress die Immunabwehr schwächte. Andersherum zeigte sich auch, dass jede Form von Freude das Immunsystem stärkt.
In diesem Zusammenhang fällt mir der Psychoonkologe Dr. Jürgen Stepien (www.stepien-impulse.de) ein. In einem seiner Vorträge zu den Quellen der Gesundheit stellte er folgende Frage an sein Publikum: Wann schießt Freude ein ?
Es war eine Frage, die mich lange bewegt hat und mit der ich meinen Tagesablauf eine zeitlang untersucht habe. Das Ergebnis war zunächst mager. Doch mit der Zeit änderte sich mein Fokus. Mir fielen mehr und mehr Dinge und kostbare Eigenschaften von meinen Mitmenschen auf, die mir Freude bereiteten. Oftmals waren es Kleinigkeiten. Sozusagen kleine Juwelen im Tagesverlauf.
Aber nochmal zurück zum Vortrag von Dr. Stepien. Die erste Reaktion im Publikum war ein Schmunzeln. Das Leben ist doch kein Ponyhof. Es ist anstrengend und es geht doch nicht immer nur um Freude. Oder vielleicht doch?
Jetzt, nach den Erkenntnissen der PNI könnte man fast denken, das es von der Evolution so gewollt ist, dass wir viele Dinge im Leben so tun, dass sie uns Freude bereiten.
Freude, Begeisterung und Zufriedenheit zu kultivieren und den individuellen Lebensstil zu finden und zu leben, der dies am ehesten ermöglicht, ist vermutlich das Wirksamste, was wir für unsere Lebensenergie und unsere Gesundheit tun können. Susanne Kersig
Weiterhin zeigte sich in den Studien von Schubert, dass es zu auffällig großen Verzögerungszeiten zwischen dem Auftreten von sozialen Ereignissen und den Reaktionen des Stress- und Immunsystems kommen konnte. Jedes Ereignis, das uns auf der psychosozialen Ebene berührt, sei es ein Streit, eine Kritik oder eine Beschämung, kann unseren Organismus noch über Tage und Wochen hinaus beschäftigen.
Wir können diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfassen und dürfen zu dem Schluss kommen, das psychosoziale Missstimmung nicht nur deutliche Auswirkungen auf unsere Psyche, sondern auch auf unseren Körper hat.
Mit meinem Angebot, beziehungs-weise-gesund, knüpfe ich genau an diese wissenschaftlichen Erkenntnisse an. Lassen Sie uns Gesundheit, durch gelingende Beziehungsmomente, fördern und stärken.
Stärken wir im Miteinander das, was uns gut tut. Das, was unseren Beziehungen und unserer Gesundheit gut tut. Beides gedeiht offensichtlich mit unseren Herzensqualitäten, wie Freude, Güte, Gelassenheit und Mitgefühl.
Weitere Informationen finden Sie in:
Kersig, Susanne: Im Dialog mit dem Körper; Kösel Verlag 2014
Schubert, Christian: Was uns krank macht – was uns heilt. Aufbruch in eine neue Medizin. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele besser verstehen; Fischer & Gann 2016
Trökes, Anna; Dr. Holger Cramer: Mit Yoga zur Selbstheilung. Übungen zur stärkung unseres Immunsystems; Herder GmbH 2019
https://alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2019/09/Heilsames.jpg800800wamrheinhttps://www.alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2024/01/Lydiaarndt_logo_klein_OU-300x266.jpgwamrhein2019-09-27 16:30:432019-10-04 08:39:47Was uns krank macht – was uns heilt.
“Wir neigen immer wieder dazu, zu versuchen uns über “zusammenreißen” zu stabilisieren. Unser Körper findet seine Stabilität am besten, wenn wir ihn freundlich dazu einladen.” Cornelia Hammer
Im Alltag soll unser Körper in der Regel funktionieren. Gerne reibungslos. Schmerzen oder andere Symptome empfinden wir in der Regel schnell als störend. Was, wenn wir versuchen dem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Ich bin immer wieder erstaunt mit wie wenig Aufmerksamkeit unser Körper zufrieden ist. Eine kleine Pause zwischendurch, ein Glas Wasser, ein Gang an die frische Luft und unser Zustand verändert sich.
Wenn wir es richtig gut mit uns meinen, können wir versuchen den Körper, wie einen guten Freund ins Wohlgefühl einzuladen. Mal spielerisch, mal meditativ, immer mit einer Haltung der Achtsamkeit.
Die kleinen und oftmals tief wirkenden Übungen von Julie Henderson, der Begründerin von Zapchen Somatics, sind dabei eine wunderbare Hilfe. Durch einfache, völlig unspektakuläre und uns allen vertrauten Angeboten wie Gähnen, Schütteln, Strecken, Pferdeschnauben oder Arme schlenkern laden wir den Körper ein in seine Balance zurück zu finden.
Wir achten dabei genau darauf, ob wir das, was wir da tun auch mögen, ob es sich gut für uns anfühlt. Wir achten auch auf unsere Grenze. Wann genau ist es genug? Dann ist es vielleicht Zeit für ein Nickerchen.
Auf diese kleine, feine Art und Weise lernen wir dem Körper zu lauschen und zu vertrauen, wie einem guten Freund. Unser Körper besitzt eine ganz eigene Intelligenz.
Er ist mit einem Empfinden ausgestattet, das bei allem mitschwingt, was wir erleben und erlebt haben, was wir denken und fühlen. In diesem Mitschwingen liegt ein untrügliches Wissen. Es kann uns helfen, mit dem Körper gesund zu bleiben / zu werden, Belastungsgrenzen einzuhalten, Entscheidungen zu treffen, Stress zu regulieren und einfach ins Wohlgefühl zu kommen.
Inmitten von allem, was ist.
https://alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2019/09/benjamin-balasz-auf-pixabay.jpg14391920wamrheinhttps://www.alt.lydia-arndt.de/wp-content/uploads/2024/01/Lydiaarndt_logo_klein_OU-300x266.jpgwamrhein2019-09-19 07:30:242019-09-19 07:50:29Den Körper zum Freund werden lassen.
Die Freude wecken
Meine Wohlfühlbox
In der Regel wissen wir alle, was uns gut tut. Nur mitten im Stress nicht. Das, was uns gut tut, hilft uns schnell aus dem Stresszustand hinaus.
Was ist naheliegender als eine kleine Erinnerungshilfe für Ihren Arbeitsplatz.
Legen Sie sich eine Wohlfühlbox an. Suchen Sie sich Dinge aus, von denen Sie wissen, das Sie Ihnen gut tun.
In meiner Box befindet sich z. B. ein frischer Duft, ein Foto vom Wald, ein witziger Spruch, ein aufbauendes Zitat und eine Erinnerung an mein regelmäßiges Innehalten.
Ihrem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
Mein Vorschlag: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre ganz eigene Gestaltung.
Und dann fehlt nur noch ein guter Platz für Ihre Wohlfühlbox. An Ihrem Arbeitsplatz.
Auf geht´s. Viel Freude dabei.
Meditation
“Meditiere nicht, um dich zu reparieren, zu heilen, zu verbessern, zu erlösen;
Tue es lieber aus einem Akt der Liebe heraus, aus tiefer, herzlicher Freundschaft dir selbst gegenüber.
Auf diese Art und Weise gibt es keinen Grund mehr für die subtile Aggression der Selbstverbesserung,
für die endlosen Schuldgefühle, nicht gut genug zu sein.
Es bietet Gelegenheit für ein Ende der unaufhörlichen Runden des beschwerlichen Versuchens,
welche so viele Leben verhärtet.
Stattdessen gibt es Meditation als einen Akt der Liebe.
Wie unendlich wonnevoll und ermutigend.“
Bob Sharples
Gesunde Schule
Stellen Sie sich vor, es gibt Schulen und alle gehen gerne hin.
Wo gehen wir Menschen denn gerne hin? Dort, wo wir uns wohl fühlen.
Lassen Sie mich kurz klären, was hier mit wohlfühlen gemeint ist. Wohlgefühl wird ausgelöst, wenn wir Menschen uns im Miteinander sicher fühlen, oder anders gesagt, wenn wir uns verbunden fühlen.
Wenn wir uns verbunden fühlen, bekommt unser Nervensystem eine ausreichende Zahl von Sicherheitssignalen aus dem Umfeld und von den Menschen mit denen wir gerade zusammen sind und fährt uns in einen beruhigten Zustand. In diesem beruhigten Zustand beginnen wir uns wohl zu fühlen, uns aufgehoben und sicher zu fühlen und dann erst haben wir Kapazitäten zum Lernen und zum Spielen frei.
In diesem sicheren, verbundenen Zustand, arbeitet unser Gehirn hoch effektiv. Wir haben Zugriff auf alle unsere Ressourcen und Potenziale. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir in Angst oder Stress geraten.
Dort, wo wir zuviel Angst oder Stress erleben, dort gehen wir nicht gerne hin. Wir versuchen solche Situationen zu meiden. Auf Schule bezogen heißt das, wir gehen hin, sind aber nicht da.
Das Gefühl von Verbundenheit ist so etwas, “wie ein Beruhigungsmittel für unser Gehirn” sagt der Autor und Coach S. Purps-Pardigol. Vor allem aber ist Verbundenheit ein neurobiologisches Grundbedürfnis. Wir alle brauchen dieses Gefühl, ob groß oder klein.
Fehlt uns dieses Gefühl werden die Schmerzzentren im Gehirn aktiviert, die für körperliche Schmerzen zuständig sind. Nicht gesehen zu werden, keine Unterstützung zu erfahren, sich durch Kritik und Bewertung ausgegrenzt zu fühlen, schmerzt.
Sicherheit und Verbundenheit können wir über verbale und ganz stark auch über nonverbale Signale vermitteln, wie Blickkontakt, leichte Berührungen und weichen Stimmklang. Verbal vermitteln wir es über die Wahl der Worte. Über Worte, die dem Herzen entspringen, wohlwollend und wertschätzend. Über ressourcenreiche Worte.
Und hier beginnt gesunde Schule. In der Stärkung von Lehrern und Schulleitungen. In der Unterstützung der Pädagogen mit Wissen und mit Haltungen, die Gesundheit, Verbundenheit und Motivation fördern.
Gesunde Schule und fast möchte ich schreiben, kluge Schule setzt bei den Beziehungen an. Gesunde Schule beginnt mit der Art und Weise, wie Beziehungen gelebt und geführt werden, wie das Miteinander gestaltet wird. Auf allen Ebenen, Lehrer – Schüler und Lehrer-Lehrer, ausgehend von der Ebene der Schulleitung.
Viele Schulen beschäftigen sich mit Qualitätsmanagement. Hier sollte es beginnen. Beziehungsqualitäten, wie Wertschätzung, Wohlwollen und Achtsamkeit im Miteinander machen gute, gesunde Atmosphäre. Und Atmosphäre lässt sich spüren, meistens schon direkt an der Eingangstür.
In meinen Fortbildungen zum Thema “Gesunde Führung” orientiere ich mich an dem “Gesund Führen Konzept” von Dr. Anne Katrin Matyssek. Zusätzliche Erweiterung erfährt das Konzept durch meine Vorliebe zur Polyvagal Theorie nach St. Porges, in dem es ganz kurz gesagt, um das Erkennen von Gefahrensignalen und die Vermittlung von Sicherheitssignalen im Alltag geht.
Gesund Führen meint: „Dafür sorgen, dass sich alle – die Führungskraft inbegriffen – am Arbeitsplatz wohler fühlen; primärer Ansatzpunkt ist das zwischenmenschliche Wohlbefinden.“ Dr. Anne Katrin Matyssek
Zwischenmenschliches Wohlbefinden können wir gestalten lernen. Wir machen über die Art und Weise unserer Beziehungsgestaltung Physiologie. Gelingende und eben auch kränkende Beziehungsmomente zeigen Auswirkungen auf unser Immunsystem.
Beziehungsqualitäten sind wesentlich für ein gelingendes Miteinander und für unsere Gesundheit.
Das Konzept “Gesund Führen”, so wie ich es anbiete, stärkt als erstes die Schulleitung und vermittelt Unterstützung, Wertschätzung und vor allem Sicherheit. Mein Konzept “Gesund Führen” biete ich in Fortbildungsform und als Coaching, mit dem Schwerpunkt “gesunde Selbstführung” an.
Stille finden.
Foto: Biloba/photocase.de
Schon bei der Auswahl meines Bildes habe ich gemerkt, wie schnell unser Geist beginnt Geschichten zu entwickeln. Ein Sonnenuntergang z. b., und schon geht es los mit den Erinnerungen, mit den Bildern, mit den Geschichten, die in unserem Kopf dazu entstehen.
Das Foto, das mich zu diesem Artikel angesprochen hat zeigt wenig. Es gibt uns wenig Anregungen. Weder von der Farbe, noch vom Ort her. Es könnte überall sein.
Und auch Stille findet sich überall. Sie wird leider häufig übertönt. Wenn wir uns Zeit nehmen und auf die Suche gehen, bemerken wir sie wieder.
Lassen Sie Ihren Blick mal streifen, Ihre Ohren lauschen oder wenden Sie sich den Stillezeiten mitten im Gespräch zu.
Eine schöne Anregung ist es, einen eigenen, unberührbaren Ort der Stille in sich selbst zu entwickeln. Den wir aufsuchen können, wenn es draußen zu laut wird. Wenn wir Sammlung und Erholung, sprich nur uns brauchen.
Ein spannendes Projekt.
Wo lässt sie sich finden, die Stille. Und wo können wir ihr mitten im Alltag auch Raum und Aufmerksamkeit bieten.
Und wofür könnten Stilleräume in uns selbst und auch in alltäglichen Einrichtungen hilfreich sein?
Es gibt sie die Räume, in denen wir Kaffee trinken, einen kurzen Snack zu uns nehmen. Überall, in allen Einrichtungen. Das nährt uns, das empfinden wir als erholsam, halten es für wichtig.
Stille nährt uns auch. Auf ihre ganz eigene leise Art und Weise.
Und manche von uns brauchen die Nahrung der Stille ebenso dringend, wie den Kaffee zwischendurch. Schaffen wir Räume.
Für mehr lebendige Stille, mitten im lauten Alltag.
Was uns krank macht – was uns heilt.
Foto: Sör Alex/photocase
Was uns krank macht – was uns heilt,
so heisst das Buch des Psychoneuroimmunologen Christian Schubert. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist eine Teildisziplin der Psychosomatik.
In der PNI geht man davon aus, dass die Psyche, das Gehirn und unser Immunsystem eng miteinander verknüpft sind. Sie sprechen sozusagen eine gemeinsame Sprache und verfolgen ein Ziel. Das Ziel ist die Gesunderhaltung unseres Körpers.
Mit Hilfe der Untersuchungen der PNI zeigt sich immer mehr, wie bedeutsam der Einfluss unserer Psyche auf das Immunsystem ist. Es zeigt, wie wesentlich soziale Aspekte des Lebens für unsere Gesundheit sind.
In Studien, die Schubert mit seinem Team durchführte, zeigte sich, dass jede Art von Stress die Immunabwehr schwächte. Andersherum zeigte sich auch, dass jede Form von Freude das Immunsystem stärkt.
In diesem Zusammenhang fällt mir der Psychoonkologe Dr. Jürgen Stepien (www.stepien-impulse.de) ein. In einem seiner Vorträge zu den Quellen der Gesundheit stellte er folgende Frage an sein Publikum: Wann schießt Freude ein ?
Es war eine Frage, die mich lange bewegt hat und mit der ich meinen Tagesablauf eine zeitlang untersucht habe. Das Ergebnis war zunächst mager. Doch mit der Zeit änderte sich mein Fokus. Mir fielen mehr und mehr Dinge und kostbare Eigenschaften von meinen Mitmenschen auf, die mir Freude bereiteten. Oftmals waren es Kleinigkeiten. Sozusagen kleine Juwelen im Tagesverlauf.
Aber nochmal zurück zum Vortrag von Dr. Stepien. Die erste Reaktion im Publikum war ein Schmunzeln. Das Leben ist doch kein Ponyhof. Es ist anstrengend und es geht doch nicht immer nur um Freude. Oder vielleicht doch?
Jetzt, nach den Erkenntnissen der PNI könnte man fast denken, das es von der Evolution so gewollt ist, dass wir viele Dinge im Leben so tun, dass sie uns Freude bereiten.
Weiterhin zeigte sich in den Studien von Schubert, dass es zu auffällig großen Verzögerungszeiten zwischen dem Auftreten von sozialen Ereignissen und den Reaktionen des Stress- und Immunsystems kommen konnte. Jedes Ereignis, das uns auf der psychosozialen Ebene berührt, sei es ein Streit, eine Kritik oder eine Beschämung, kann unseren Organismus noch über Tage und Wochen hinaus beschäftigen.
Wir können diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfassen und dürfen zu dem Schluss kommen, das psychosoziale Missstimmung nicht nur deutliche Auswirkungen auf unsere Psyche, sondern auch auf unseren Körper hat.
Mit meinem Angebot, beziehungs-weise-gesund, knüpfe ich genau an diese wissenschaftlichen Erkenntnisse an. Lassen Sie uns Gesundheit, durch gelingende Beziehungsmomente, fördern und stärken.
Stärken wir im Miteinander das, was uns gut tut. Das, was unseren Beziehungen und unserer Gesundheit gut tut. Beides gedeiht offensichtlich mit unseren Herzensqualitäten, wie Freude, Güte, Gelassenheit und Mitgefühl.
Weitere Informationen finden Sie in:
Den Körper zum Freund werden lassen.
“Wir neigen immer wieder dazu, zu versuchen uns über “zusammenreißen” zu stabilisieren. Unser Körper findet seine Stabilität am besten, wenn wir ihn freundlich dazu einladen.” Cornelia Hammer
Im Alltag soll unser Körper in der Regel funktionieren. Gerne reibungslos. Schmerzen oder andere Symptome empfinden wir in der Regel schnell als störend. Was, wenn wir versuchen dem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Ich bin immer wieder erstaunt mit wie wenig Aufmerksamkeit unser Körper zufrieden ist. Eine kleine Pause zwischendurch, ein Glas Wasser, ein Gang an die frische Luft und unser Zustand verändert sich.
Wenn wir es richtig gut mit uns meinen, können wir versuchen den Körper, wie einen guten Freund ins Wohlgefühl einzuladen. Mal spielerisch, mal meditativ, immer mit einer Haltung der Achtsamkeit.
Die kleinen und oftmals tief wirkenden Übungen von Julie Henderson, der Begründerin von Zapchen Somatics, sind dabei eine wunderbare Hilfe. Durch einfache, völlig unspektakuläre und uns allen vertrauten Angeboten wie Gähnen, Schütteln, Strecken, Pferdeschnauben oder Arme schlenkern laden wir den Körper ein in seine Balance zurück zu finden.
Wir achten dabei genau darauf, ob wir das, was wir da tun auch mögen, ob es sich gut für uns anfühlt. Wir achten auch auf unsere Grenze. Wann genau ist es genug? Dann ist es vielleicht Zeit für ein Nickerchen.
Auf diese kleine, feine Art und Weise lernen wir dem Körper zu lauschen und zu vertrauen, wie einem guten Freund. Unser Körper besitzt eine ganz eigene Intelligenz.
Er ist mit einem Empfinden ausgestattet, das bei allem mitschwingt, was wir erleben und erlebt haben, was wir denken und fühlen. In diesem Mitschwingen liegt ein untrügliches Wissen. Es kann uns helfen, mit dem Körper gesund zu bleiben / zu werden, Belastungsgrenzen einzuhalten, Entscheidungen zu treffen, Stress zu regulieren und einfach ins Wohlgefühl zu kommen.
Inmitten von allem, was ist.